Gehtempo nach Alter: die Tabelle in m/s und km/h

Wie schnell man geht, hängt weniger am Alter als die meisten vermuten. Diese Seite zeigt die gewohnte Gehgeschwindigkeit je Altersgruppe getrennt nach Männern und Frauen, rechnet jede Zeile in Gehzeit je Kilometer um und sagt offen, wo die Tabelle für den Einzelfall nichts taugt.

Die Antwort in zwei Sätzen

Das gewohnte Gehtempo liegt zwischen 20 und 59 Jahren näherungsweise bei 4,7 bis 5,1 km/h, sinkt bis 69 auf rund 4,5 bis 4,8 km/h, bis 79 auf rund 4,1 bis 4,5 km/h und ab 80 auf rund 3,4 bis 3,5 km/h. Der Rückgang über die Jahrzehnte fällt damit kleiner aus als der Unterschied zwischen zwei beliebigen Menschen derselben Altersgruppe.

Alle Werte auf dieser Seite sind gerundete Näherungswerte. Die Tempoangaben stammen aus zusammengefassten Ganganalysen zum selbst gewählten Tempo auf ebener Strecke, alles Weitere ist daraus berechnet. Sie sind keine Normwerte, keine Messlatte und keine medizinische Einschätzung.

Die Tabelle: gewohntes Gehtempo nach Alter und Geschlecht

Das ist die Kerntabelle dieser Seite. Sie zeigt das selbst gewählte Gehtempo, also das Tempo, das sich ohne Nachdenken einstellt, wenn niemand auf die Uhr sieht. Die Gehzeit je Kilometer ist mit Minuten je km = 60 ÷ Tempo in km/h gerechnet, die Umrechnung mit km/h = m/s × 3,6.

AltersgruppeMänner m/sMänner km/hMänner je kmFrauen m/sFrauen km/hFrauen je km
20 bis 29 Jahreca. 1,36ca. 4,9ca. 12:15 minca. 1,34ca. 4,8ca. 12:26 min
30 bis 39 Jahreca. 1,43ca. 5,1ca. 11:39 minca. 1,34ca. 4,8ca. 12:26 min
40 bis 49 Jahreca. 1,43ca. 5,1ca. 11:39 minca. 1,39ca. 5,0ca. 11:59 min
50 bis 59 Jahreca. 1,43ca. 5,1ca. 11:39 minca. 1,31ca. 4,7ca. 12:43 min
60 bis 69 Jahreca. 1,34ca. 4,8ca. 12:26 minca. 1,24ca. 4,5ca. 13:26 min
70 bis 79 Jahreca. 1,26ca. 4,5ca. 13:14 minca. 1,13ca. 4,1ca. 14:45 min
80 Jahre und älterca. 0,97ca. 3,5ca. 17:11 minca. 0,94ca. 3,4ca. 17:44 min

Drei Dinge stehen in dieser Tabelle, die in der üblichen Kurzfassung untergehen:

  • Das Maximum liegt nicht bei den Zwanzigjährigen. Bei Männern ist das gewohnte Tempo von 30 bis 59 am höchsten, bei Frauen zwischen 40 und 49. Zwanzigjährige gehen im Alltag eher etwas langsamer, weil sie seltener mit einem festen Ziel und einem festen Termin unterwegs sind. Gehtempo ist eben nicht nur Leistungsfähigkeit, sondern auch Absicht.
  • Bis 59 passiert praktisch nichts. Zwischen 30 und 59 bewegt sich der Wert bei Männern gar nicht, bei Frauen um rund 0,3 km/h. Wer mit Mitte fünfzig das Gefühl hat, langsamer geworden zu sein, misst damit meist etwas anderes als das Alter.
  • Der Bruch kommt bei 80. Von 70 bis 79 auf 80 und älter fällt das Tempo um rund 0,7 bis 1,0 km/h, mehr als in den vierzig Jahren davor zusammen.

Der Unterschied zwischen Männern und Frauen liegt bei rund 0,1 bis 0,4 km/h. Er erklärt sich weitgehend über die Körpergröße und damit über die Schrittlänge, nicht über die Schrittfrequenz. Die Zahlen dazu stehen in Durchschnittliche Schrittlänge.

Mit dem eigenen Tempo Strecke, Gehzeit und Kalorien berechnen

Was das Tempo je Altersgruppe konkret bedeutet

Eine Zahl in m/s sagt im Alltag wenig. Die folgende Tabelle rechnet für jede Altersgruppe mit einem gerundeten Mittelwert aus Männern und Frauen und übersetzt ihn in Strecken und Zeiten. Kalorien nach kcal je Minute = MET × 3,5 × Gewicht in kg ÷ 200 mit MET-Werten aus dem Compendium of Physical Activities, hier für 75 kg.

AltersgruppeTempoStrecke in 30 minStrecke in 1 hZeit für 5 kmkcal in 1 h (75 kg)
20 bis 29 Jahreca. 4,9 km/hca. 2,45 kmca. 4,9 kmca. 1 h 01 minca. 284 kcal
30 bis 39 Jahreca. 5,0 km/hca. 2,50 kmca. 5,0 kmca. 1 h 00 minca. 291 kcal
40 bis 49 Jahreca. 5,1 km/hca. 2,55 kmca. 5,1 kmca. 59 minca. 299 kcal
50 bis 59 Jahreca. 4,9 km/hca. 2,45 kmca. 4,9 kmca. 1 h 01 minca. 284 kcal
60 bis 69 Jahreca. 4,6 km/hca. 2,30 kmca. 4,6 kmca. 1 h 05 minca. 266 kcal
70 bis 79 Jahreca. 4,3 km/hca. 2,15 kmca. 4,3 kmca. 1 h 10 minca. 251 kcal
80 Jahre und älterca. 3,4 km/hca. 1,70 kmca. 3,4 kmca. 1 h 28 minca. 224 kcal

Die letzte Spalte ist der interessanteste Teil der Tabelle. Das Tempo fällt von 40 bis 49 zu 80 und älter um rund 33 Prozent, der Kalorienverbrauch einer Stunde Gehen aber nur um rund 25 Prozent. Wer langsamer geht, kommt in derselben Stunde kürzer, verbrennt dabei aber überraschend ähnlich viel, weil die Stunde eine Stunde bleibt. Für eine feste halbe Stunde Bewegung am Tag ist das die beruhigende Botschaft dieser Seite. Die Herleitung der Kalorienrechnung steht in Kalorienverbrauch beim Gehen.

Eine Grenze des Kalorienmodells gehört dazu: Unterhalb von 3,2 km/h ist der MET-Wert im Compendium nach unten begrenzt und bleibt bei 2,8 stehen. Für die Gruppe ab 80 mit rund 3,4 km/h liegt die Rechnung noch knapp im belastbaren Bereich. Für ein gewohntes Tempo darunter, etwa an der Marke von 0,8 m/s gleich rund 2,9 km/h, rechnet die Formel den Verbrauch eher zu hoch. Der Kalorienwert ist dort also die schwächste Zahl auf dieser Seite, nicht die Gehzeit.

Wie viel Zeit der Tempounterschied wirklich kostet

Der Rückgang wirkt in der Tabelle dramatischer, als er sich anfühlt. Entscheidend ist, was er auf einer realen Strecke an Minuten bedeutet. Gerechnet gegen die Standardannahme von 5 km/h, mit der Kartendienste und auch der Rechner dieser Seite arbeiten.

AltersgruppeTempoMehrzeit auf 1 kmMehrzeit auf 5 kmZeit für 3 km täglich, im Jahr
40 bis 49 Jahreca. 5,1 km/hca. 0 minca. 1 min schnellerca. 215 h
60 bis 69 Jahreca. 4,6 km/hca. 1 minca. 5 minca. 238 h
70 bis 79 Jahreca. 4,3 km/hca. 2 minca. 10 minca. 255 h
80 Jahre und älterca. 3,4 km/hca. 6 minca. 28 minca. 322 h

Auf einem Kilometer bleibt der Altersunterschied bis 79 unter zwei Minuten, und genau deshalb fällt er im Alltag kaum auf. Sichtbar wird er erst über die Strecke und über die Wiederholung: Wer täglich 3 Kilometer geht, braucht mit dem Tempo der Gruppe ab 80 im Jahr rund 107 Stunden mehr als mit dem Tempo der Gruppe 40 bis 49. Wie sich Tempoänderungen auf einzelne Strecken auswirken, zeigen die Tabellen in Wie lange braucht man für 1 km zu Fuß.

Gewohntes Tempo und Maximaltempo: die Reserve schrumpft schneller

Ganganalysen messen meist zwei Werte: das selbst gewählte Tempo und das maximale Gehtempo, also so schnell wie möglich ohne zu laufen. Die zweite Zahl steht selten in Tabellen, ist aber die aussagekräftigere, weil sie die Reserve zeigt. Die Werte sind grobe Spannen, keine Punktwerte.

Altersgruppegewohntes TempoMaximaltempoReserveWas das heißt
unter 60 Jahrenca. 5,0 km/hca. 7,6 bis 9,0 km/hca. das 1,7-facheBus erreichen, Ampel schaffen, ohne zu laufen
60 bis 69 Jahreca. 4,6 km/hca. 6,5 bis 7,2 km/hca. das 1,5-facheReserve noch deutlich, aber kürzer haltbar
70 bis 79 Jahreca. 4,3 km/hca. 6,1 bis 7,6 km/hca. das 1,6-fachegroße Streuung, Training wirkt hier am stärksten
80 Jahre und älterca. 3,4 km/hca. 4,7 bis 5,8 km/hca. das 1,5-facheMaximaltempo liegt etwa beim gewohnten Tempo Jüngerer

Die letzte Zeile ist der Kern: Was ab 80 die Höchstgeschwindigkeit ist, ist für einen Vierzigjährigen das gemütliche Alltagstempo. Das erklärt viele Alltagssituationen besser als jede Prozentangabe. Wer neben einer deutlich älteren Person hergeht und dabei bewusst langsam macht, geht nicht nur gemütlich, sondern nutzt den ganzen Spielraum der anderen Person auf.

Der Praxistest: Ampelphasen

Fußgängerampeln werden in Deutschland üblicherweise mit einer Räumgeschwindigkeit um 1,2 m/s, also rund 4,3 km/h, bemessen. Was das für die Altersgruppen bedeutet, zeigt die Zeit für verschieden breite Querungen, gerechnet mit Sekunden = Breite in Metern ÷ Tempo in m/s.

QuerungsbreiteBemessung 1,2 m/s40 bis 49 (1,43 m/s)70 bis 79 Frauen (1,13 m/s)ab 80 Frauen (0,94 m/s)
6 m, schmale Straßeca. 5,0 sca. 4,2 sca. 5,3 sca. 6,4 s
10 m, zwei Fahrspurenca. 8,3 sca. 7,0 sca. 8,8 sca. 10,6 s
14 m, mit Abbiegespurca. 11,7 sca. 9,8 sca. 12,4 sca. 14,9 s
20 m, große Kreuzungca. 16,7 sca. 14,0 sca. 17,7 sca. 21,3 s

An der schmalen Straße ist der Unterschied bedeutungslos. An der großen Kreuzung braucht die Gruppe ab 80 rund 4,6 Sekunden länger als die Bemessung vorsieht, das sind gut 27 Prozent über dem eingeplanten Wert. Genau darum wirkt dieselbe Ampel für die einen großzügig und für die anderen knapp, und darum ist die Mittelinsel für viele Menschen keine Bequemlichkeit, sondern die Bedingung.

Was das Alterstempo für die Schrittzahl bedeutet

Wer sein Tagesziel in Schritten misst, spürt den Tempounterschied nicht in Kilometern, sondern in Minuten. Die Strecke von 10.000 Schritten hängt allein an der Schrittlänge, gerechnet mit Schrittlänge = Körpergröße × 0,415 für Männer und × 0,413 für Frauen. Nur die Dauer ändert sich mit dem Tempo.

AltersgruppeTempo10.000 Schritte, Mann 175 cm10.000 Schritte, Frau 165 cm
20 bis 29 Jahreca. 4,9 km/hca. 7,26 km in ca. 1 h 29 minca. 6,81 km in ca. 1 h 23 min
40 bis 49 Jahreca. 5,1 km/hca. 7,26 km in ca. 1 h 25 minca. 6,81 km in ca. 1 h 20 min
60 bis 69 Jahreca. 4,6 km/hca. 7,26 km in ca. 1 h 35 minca. 6,81 km in ca. 1 h 29 min
70 bis 79 Jahreca. 4,3 km/hca. 7,26 km in ca. 1 h 41 minca. 6,81 km in ca. 1 h 35 min
80 Jahre und älterca. 3,4 km/hca. 7,26 km in ca. 2 h 08 minca. 6,81 km in ca. 2 h 00 min

Ein 10.000er Ziel kostet ab 80 rund 43 Minuten mehr reine Gehzeit als mit 40 bis 49. Das ist der praktische Grund, warum Schrittziele im höheren Alter oft unrealistisch wirken: Nicht die Strecke ist das Problem, sondern das Zeitbudget. Welche Schrittzahlen in höherem Alter sinnvoll sind und warum die Studienlage dort deutlich niedrigere Zielwerte nennt, steht in Schritte pro Tag im Alter. Die Gehzeiten für andere Schrittzahlen stehen in Wie lange dauern 10.000 Schritte.

Warum diese Tabelle über den Einzelfall wenig sagt

Der wichtigste Satz zu jeder Alterstabelle, und er steht bewusst nicht am Anfang, sondern hier: Die Streuung innerhalb einer Altersgruppe ist größer als der Unterschied zwischen den Gruppen. Zwischen 40 und 79 liegen in der Tabelle rund 0,8 km/h. Zwischen zwei 70-Jährigen liegen leicht 2 km/h. Vier Gründe dafür wiegen schwerer als das Geburtsjahr:

  • Training und Alltagsaktivität. Wer regelmäßig geht, hält sein Tempo über Jahrzehnte. Der Rückgang in den Tabellen bildet auch ab, dass ältere Gruppen im Schnitt weniger unterwegs sind, nicht nur dass sie langsamer können.
  • Körpergröße. Über die Schrittlänge wirkt sie direkt aufs Tempo. Ein großer 75-Jähriger geht bei gleicher Schrittfrequenz schneller als eine kleine 45-Jährige.
  • Gelenke, Gleichgewicht, Sehkraft. Diese Faktoren drücken das Tempo unabhängig vom Alter. Unsicherheit beim Gehen kostet mehr Tempo als Kraftverlust.
  • Die Situation der Messung. Gemessen wird das Tempo auf ebener, freier Strecke. Im Alltag mit Einkaufstasche, auf nassem Pflaster oder im Gedränge geht jede Altersgruppe langsamer, die älteren im Schnitt deutlicher.

Aussagekräftig ist deshalb nicht die Zeile in der Tabelle, sondern die eigene Messung. Der einfachste Test: sechs Minuten in gewohntem Tempo gehen, die Strecke in Metern durch 100 teilen, fertig ist das Tempo in km/h. 500 Meter sind 5 km/h, 430 Meter sind 4,3 km/h. Zwei weitere Messmethoden und die vollständige Umrechnungstabelle stehen in Gehgeschwindigkeit: wie schnell geht ein Mensch.

Die 0,8-m/s-Marke und was sie nicht ist

In der Altersmedizin wird häufig die Marke von 0,8 m/s genannt, also rund 2,9 km/h oder etwa 21 Minuten je Kilometer. Ein gewohntes Gehtempo, das dauerhaft darunter liegt, gilt dort als Hinweis auf eingeschränkte Mobilität und als Anlass, genauer hinzusehen. Zur Einordnung: Selbst die Gruppe ab 80 liegt in der Tabelle oben mit rund 0,94 bis 0,97 m/s noch klar darüber.

Was diese Marke nicht ist: ein Befund, ein Test für zu Hause und eine Aussage über einen einzelnen Spaziergang. Ein langsamer Weg nach einer schlechten Nacht, mit Einkaufstaschen oder auf Kopfsteinpflaster bedeutet nichts. Wer den Eindruck hat, dass sich das gewohnte Tempo über Monate deutlich verändert hat, bespricht das ärztlich und nicht mit einer Tabelle im Internet.

Alle Angaben sind Näherungswerte und keine medizinische Beratung. Die Tempowerte sind gerundete Mittelwerte aus zusammengefassten Ganganalysen zum selbst gewählten Gehtempo auf ebener Strecke, keine Normwerte und keine Messlatte für den Einzelfall. Mit den eigenen Zahlen rechnet der Rechner am genauesten.

Häufige Fragen

Wie schnell geht man in welchem Alter?

Näherungsweise gilt: mit 20 bis 29 rund 4,8 bis 4,9 km/h, mit 40 bis 49 rund 5,0 bis 5,1 km/h, mit 60 bis 69 rund 4,5 bis 4,8 km/h, mit 70 bis 79 rund 4,1 bis 4,5 km/h und ab 80 rund 3,4 bis 3,5 km/h. Das sind gerundete Mittelwerte aus Ganganalysen, keine Normwerte.

In welchem Alter geht man am schnellsten?

Nicht mit 20, sondern etwa zwischen 30 und 50. Bei Männern liegt das gewohnte Tempo von 30 bis 59 am höchsten, bei Frauen zwischen 40 und 49. Zwanzigjährige gehen im Alltag etwas langsamer, weil sie seltener mit festem Ziel und festem Termin unterwegs sind.

Ab wann wird das Gehtempo im Alter langsamer?

Der Rückgang beginnt näherungsweise ab 60 und bleibt bis etwa 70 klein. Von 40 bis 49 zu 60 bis 69 sind es rund 0,5 km/h, das kostet auf 5 Kilometern etwa 5 Minuten. Deutlich wird es erst ab 80, dort liegt das Tempo rund 1,7 km/h unter dem Höchstwert und kostet auf 5 Kilometern rund 28 Minuten.

Wie schnell gehen Frauen im Vergleich zu Männern?

Im Schnitt rund 0,1 bis 0,4 km/h langsamer, also näherungsweise 2 bis 8 Prozent. Der Unterschied erklärt sich vor allem über die Körpergröße und damit die Schrittlänge, nicht über die Schrittfrequenz. Bei gleicher Körpergröße verschwindet der Abstand weitgehend.

Was bedeutet ein Gehtempo unter 0,8 m/s?

0,8 m/s sind rund 2,9 km/h oder etwa 21 Minuten je Kilometer. Diese Marke gilt in der Altersmedizin als Hinweis auf eingeschränkte Mobilität, wenn sie dauerhaft für das gewohnte Tempo gilt. Ein einzelner langsamer Spaziergang bedeutet nichts, und diese Seite ersetzt keine ärztliche Einschätzung.

Wie lange dauern 10.000 Schritte in höherem Alter?

Bei 175 cm und rund 0,73 m Schrittlänge sind 10.000 Schritte näherungsweise 7,3 km. Mit dem Tempo der Gruppe 40 bis 49 dauert das rund 1 Stunde 25 Minuten, mit dem Tempo der Gruppe 70 bis 79 rund 1 Stunde 41 Minuten und ab 80 rund 2 Stunden 8 Minuten.

Warum sinkt das Maximaltempo stärker als das gewohnte Tempo?

Das gewohnte Tempo liegt weit unter der Leistungsgrenze und wird deshalb lange gehalten. Das maximale Gehtempo fragt Kraft und Balance direkt ab und fällt früher: von rund 8,6 km/h bei Jüngeren auf rund 5,1 km/h ab 80. Die Reserve schrumpft damit von etwa dem 1,7-fachen auf rund das 1,5-fache.

Sagt das Alter etwas über mein eigenes Gehtempo aus?

Wenig. Die Streuung innerhalb einer Altersgruppe ist größer als der Unterschied zwischen den Gruppen, ein trainierter 75-Jähriger geht schneller als ein untrainierter 40-Jähriger. Aussagekräftig ist die eigene Messung: sechs Minuten in gewohntem Tempo gehen und die Strecke in Metern durch 100 teilen ergibt das Tempo in km/h.